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Oberurseler Literaturtage: Anne Weber. Ahnen

26. Mai 2019

Sonntag, 26. Mai I 11.00 Uhr I Einlass: 10.30 Uhr

kunstbühne portstrasse I Hohemarkstraße 18 I 61440 Oberursel

 

Florens Christian Rang, 1864 in Kassel geboren, war eine schillernde Persönlichkeit. Wie kaum ein Zweiter verkörperte er die Umschwünge und Brüche seiner Epoche. Als Gelehrter verfasste er eigenwillige Schriften, in denen er sich von einem deutschtümelnden Denker zum “tiefsten Kritiker des Deutschtums seit Nietzsche” (Benjamin) wandelte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in der hessischen Provinz, im intensiven Austausch mit Geistesgrößen seiner Zeit, darunter Walter Benjamin und Martin Buber. Mit seinem Buch Deutsche Bauhütte (1924, neu aufgelegt bei Wallstein) veröffentlichte er außergewöhnliche Gedanken zum Versailler Vertrag nach Ende des Ersten Weltkriegs. Hätte Deutschland damals Rangs Ideen umgesetzt, hätte das Land seinen furchtbaren Absturz in die Unmenschlichkeit vielleicht verhindern können. 1924 starb er in der Klinik Hohe Mark in Oberursel. Rangs Urenkelin, die Schriftstellerin Anne Weber, spürt in ihrem Zeitreisetagebuch “Ahnen” ihrer eigenen Familiengeschichte nach.

 

1964 wurde Anne Weber in Offenbach geboren. Sie lebt seit vielen Jahren als Autorin und Übersetzerin aus dem AF_Weber_6411_DruckFranzösischen in Paris. Ihre Bücher erscheinen im S. Fischer-Verlag. Darunter die letzten Titel ›Kirio‹ (2017 Shortlist des Leipziger Literaturpreises), ›Ahnen‹ (2016), ›Tal der Herrlichkeiten‹, ›August‹ und ›Luft und Liebe‹. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen darunter den  Heimito-von-Doderer-Preis, den 3sat-Preis, den Kranichsteiner Literturpreis und den Johann-Heinrich-Voß-Preis. Anne Weber schreibt auf Deutsch und Französisch.

Foto©TorstenGreve

 

Moderation: Gudrun Dittmeyer (LiteraTouren.kultur in oberursel)

 

 

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Oberurseler Literaturtage “was uns bewegt”, vom 23. bis 26. Mai 2019 und zum  * hessenweiten “Ein Tag für die Literatur”, koordiniert vom Netzwerkprojekts Literaturland Hessen hr2-kultur in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Literaturrat und vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.(GuDit)

 

 

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