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Wenn die Liebe zum Buch verbindet

8. Oktober 2018

Normalerweise ist man mit einem Buch allein. Wer aber über die Lektüre diskutieren will, sucht sich gerne einen Lesekreis. Kerstin Hämke hat es mittlerweile zu ihrem Beruf gemacht, solche Treffen zu organisieren.

Lesekreise und Literaturkreise erfreuen sich mittlerweile auch in Deutschland großer Beliebtheit. Kerstin Hämke ist seit mehr als 15 Jahren Mitglied in Lesekreisen und organisiert sie inzwischen auch. Die Betriebswirtin hat inzwischen eine Ratgeber- und Empfehlungsplattform gegründet, auf der Literaturgegeisterte nützliche Ratschläge finden, wie sie sich am besten zusammen tun.

 

„Es muss kein Wohnzimmer sein, aber gemütlich sollte der Ort schon sein“, sagte Hämke im Deutschlandfunk Kultur. Tausende Bücherfreunde treffen sich im privaten Wohnzimmer zum kleinen Lesekreis mit fünf bis zehn Leuten, andere ziehen öffentliche Orte wie Buchhandlungen oder Büchereien zum Treffen im größeren Kreis vor.

 

Die gemeinsame Lektüre im Lesekreis habe ihren Umgang mit Büchern verändert, sagte Hämke. „Erst einmal lese ich ein Buch anders, wenn ich weiß, dass ich darüber diskutiere.“ Sie lese intensiver und konzentrierter. „Dann lernt man dadurch auch Bücher kennen, auf die wäre man gar nicht anders gekommen.“ Aus der Gruppe würden oft ihr unbekannte Bücher vorgeschlagen. „Das ist interessant, neue Bücher und Literatur kennenzulernen – und auch andere Sichtweisen kennenzulernen.“ Es gebe bei der Diskussion über ein Buch kein richtig oder falsch.

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