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Literarische Spaziergänge in Frankfurt
Vor allem die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war die große, kulturelle Zeit des Frankfurter Westends. Nachdem 1914 die Universität gegründet wurde, zog das Wohnviertel zahlreiche Intellektuelle und Schriftsteller an. Einrichtungen wie das Psychoanalytische Institut oder das Institut für Sozialforschung wurden gegründet und gaben wichtige Impulse für die moderne Welt. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bereitete dem ein rasches Ende. Doch nach dem zweiten Weltkrieg dauerte es nicht lange, bis das geistige Leben wieder neu erwachte. Literarischer Spaziergang - Teil 2: Auf Goethes Spuren Am 28. August 1749, mittags um zwölf erblickte Johann Wolfgang Goethe das Licht der Welt in der Großen Hirschgraben zu Frankfurt. Die ersten 26 Jahre seines Lebens verbrachte er, bis auf einige Unterbrechungen, in seiner Heimatstadt. Hier genoss er, dank des väterlichen Ehrgeizes, eine hervorragende Erziehung, schrieb seine ersten großen Werke, die ihn berühmt machten und sammelte seine ersten Erfahrungen in Liebesangelegenheiten. Der Spaziergang führt auf unterschiedlichen Wegen durch Goethes Jugendzeit. *****
Tagesausflüge zu literarischen Orten in der Umgebung
Salonkultur und Rieslingweine Tagesfahrt nach Oestrich-Winkel mit Führung durch das Haus der Brentanos, dem Besuch der Grabstätte Karoline von Günderrodes und Führung durch das Weingut Schloss Johannisberg mit Weinprobe. Wie kaum eine andere Gegend hat der Rheingau mit seinen sanften Weinbergen, mit seinen Schlössern und Burgen und seinen verträumten Dörfern die Dichter angesprochen und inspiriert: Durch die Geschwister Clemens und Bettine Brentano, durch Karoline von Günderrode oder Achim von Arnim wurde die Landschaft geradezu zur “Heimat der Romantik”. So zog es um 1800 die gesamte Frankfurter Familie Brentano an den Rhein nach Winkel, wo sie ein Landgut als Sommersitz erwarb und dort - ganz im Trend der Zeit - eine lebhafte Salonkultur pflegte. Geheimrat Goethe oder die Brüder Grimm standen neben anderen berühmten Namen auf der Gästeliste. Noch heute ist das Haus in den Händen der Brentanos und öffnet seine Türen für Besichtigungen und kulturelle Veranstaltungen.
Memories of Heidelberg Tagesfahrt nach Heidelberg mit Besichtigung des Schlosses und literarischem Stadtrundgang. Das besondere Flair Heidelbergs lockte schon immer viele berühmte Persönlichkeiten in die Stadt am Neckar. Vor allem Künstler ließen sich von der poetischen Stimmung inspirieren: die eifrige Briefeschreiberin Liselotte von der Pfalz oder der unruhige Friedrich Hölderlin, natürlich Goethe und seine Muse Marianne von Willemer, nicht zu vergessen die Romantiker wie Eichendorff, Victor Hugo oder William Turner, aber auch die großen Erzähler des 19. Jahrhunderts Gottfried Keller, Turgenjew und Mark Twain. Im 20. Jahrhundert hinterließen der geheimnisumwobene Stefan George, später Legenden wie die Jazzgröße Louis Armstrong oder der Querulant Charles Bukowski und schließlich die Lyrikerin Hilde Domin ihre Spuren. Sie alle erlagen dem “Mythos Heidelberg”: sanfte Berge, dunstiger Laubwald, Tal, Ebene, mildes Klima und barocke Häuser in mittelalterlich engen Straßen. Und als Hauptmotiv die mächtige Schloßruine, Symbol vergangener Zeiten - Romantik pur.
Wetzlar, Goethe und was dabei herauskam! Tagesexkursion nach Wetzlar mit literarischer Stadtführung "Auf Goethes und Werthers Spuren", Dombesichtigung und Führung durch die "Phantastische Bibliothek"Wetzlar Wetzlar. So richtig begeistert ist der 23-jährige Goethe nicht, als der Vater seine Verbindungen spielen lässt und den Sohn 1772 zur juristischen Weiterbildung ans Reichskammergericht in die Stadt an der Lahn schickt. Immerhin, es ist Mai und die verwinkelte freie Reichsstadt mit dem unvollendeten, einzigartigen Dom liegt in einer erblühenden, wunderschönen Landschaft. Nur einen langen Sommer lustwandelt Goethe in der Natur, schwelgt genialisch unter Freunden, schwärmt für Charlotte Buff und macht einen weiten Bogen um das Reichskammergericht. Was dabei herausgekommen ist, wird bis auf den heutigen Tag in der Schule gelesen: Die Leiden des jungen Werther. Als der Briefroman 1774 erscheint, hat Goethe längst die Flucht aus Wetzlar ergriffen. Nichtsdestotrotz avanciert das beschauliche Wetzlar mit seinen Schauplätzen des Werther augenblicklich zum literarischen Pilgerort. Gepilgert wird heute nicht mehr. Goethes Spuren haben sich dennoch nicht verwischt, da die Stadt Wetzlar ihr literarisches Erbe mit Liebe pflegt und darüber hinaus nicht zögert, Literatur auch in Zukunft einen Platz einzuräumen. Denn mit dem Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum „Phantastische Bibliothek“ und seiner weltweit größten Sammlung deutschsprachiger phantastischer Literatur besitzt sie eine bemerkenswerte Institution, die ihresgleichen sucht. |
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